Revue de presse



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08/03/2011

Monique Adam erhält heute den Nic-Thoma-Preis der FGIL (tTageblatt 2.3.2011)



Die sanfte Gewerkschafterin



Recht zierlich und mit einem entwaffnenden Lachen gerüstet, vertrat Monique Adam 15 Jahre lang die Interessen ihrer Kollegen (und der Schüler) in der Funktion der SEW-Präsidentin. Sie legte dieses Amt im Vorjahr ab, um mehr Zeit zur Reflexion zu haben und überließ die Position an der Front ihrem Nachfolger Patrick Arendt, ohne sich allerdings ganz von der Gewerkschaftsarbeit zu verabschieden. Heute erhält sie den Nic-Thoma-Preis von ihren Kollegen der FGIL. Ein Porträt.

Robert Schneider



Dass das zierliche Äußere bei Monique Adam nicht mit einem Mangel an Durchsetzungsvermögen einhergeht, wurde beim Gespräch mit der „Léierin“ spätestens klar, als unser Fotograf sie dazu überreden wollte, ihren Namen mit Kreide an eine Tafel der Schule in der hauptstädtischen rue du Commerce zu schreiben. Dieses Fotos sei ihr zu gestellt, sie wolle dies nicht, meinte sie entschieden.

„Mir gi spadséieren“

Früher wäre sie bei solch sonnigem Wetter, wie es gestern vorherrschte, mit ihren Schülern spazieren gegangen, allerdings sei dies kaum mehr möglich, angesichts der zunehmenden Belastung der Lehrer und ihrer Schüler, erzählt sie und fährt fort: Prinzipiell sei es wohl richtig, nach Kompetenzen zu beurteilen. Die jüngste Reform des Primärschulunterrichts, welche die sechs Schuljahre durch drei Zyklen ersetzte, sei dennoch nicht zufrieden stellend. Kompetenzen zu bewerten, die von den Lehrern vermittelt wurden, sei ja noch verständlich.

Die erfahrene Lehrerin, die auch als Präsidentin des Syndikats das praktische Unterrichten nie aufgab, sieht allerdings nicht ein, weshalb das Lehrpersonal darüber hinaus praktisch den ganzen Schüler analysieren muss.

Der Aufwand sei enorm und der Nutzen fraglich.

Sie habe den Eindruck, jedem Schüler solle eine Art Portfolio mit zahlreichen definierten Kompetenzen auf den Berufsweg mitgegeben werden, um der Wirtschaft ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen, und sie wittert hier neoliberale Hintergründe.

Rummelum Bewertung

Der ganze Rummel um diese Evaluation der Schüler nehme viel Zeit in Anspruch, die anders pädagogisch besser genutzt werden könne.

Alles was über die Bewertung der schulisch erforderlichen Sockelkompetenzen hinausgehe, habe einen fraglichen Nutzen, sei zeitintensiv und verstärke den Stress im Erziehungswesen.

Ihre Gewerkschaft trat dabei für die Abschaffung des Punktesystems ein; die aktuelle praktische Umsetzung der Reformgedanken stört die Lehrerschaft allerdings erheblich.

So meint sie auch ohne zu zögern, es sei weitaus angenehmer gewesen, zu Beginn ihrer Laufbahn, also vor etwa 25 Jahren, zu unterrichten als heute. Hier herrsche wohl Konsens unter den Lehrern, so Adam, die unterstreicht, früher habe mehr Zeit zur Verfügung gestanden und die Schüler seien aufnahmefähiger gewesen.

MultimedialeKonkurrenz

Die Kinder haben sich verändert. Die vielen neuen Medien, ob Fernseher, Computer oder Spielkonsolen haben dazu geführt, dass die Aufnahmefähigkeit sich dahingehend verändert hat, dass ständig neue Reize erwartet werden. Es ist schwerer für das Schulpersonal geworden, die Aufmerksamkeit im Unterricht zu bekommen und zu halten. Die Schule spiele heute eine marginalere Rolle im Leben der Kinder.

Als Erfolg des SEW wertet sie rückblickend Ansätze zur Demokratisierung der Schule.

Mitbestimmung und Einmischung der Lehrer in die Schulpolitik sei eine Voraussetzung zur Bildung eines kritischen Geistes auch bei den Kindern. Die „Cogestion“ im Sinne eines René Worré (der in den Siebzigern Modelle zur Zusammenarbeit umsetzte) sei in der Schulreform berücksichtigt worden, auch wenn die praktische Umsetzung Probleme macht.

Ein weiterer Erfolg ist für Adam die Anerkennung der Lehrer als Akademiker und die Zuordnung zur „Carrière supérieure“ (seit 2009).

Richtig erschrocken sei sie in dem Zusammenhang über die Reaktion verschiedener Teile der Bevölkerung gewesen, die auf berechtigte Lohnforderungen des Unterrichtspersonals mit starkem Neid reagiert habe. Das Image der Lehrerschaft sei in den letzten Jahren denn nicht unbedingt besser geworden, so Adam, die unberechtigten Neid als eine der Ursachen hierfür sieht.

Wasserkopfabschaffen

Parteipolitische Arbeit, bzw. der Wechsel der Front und eine Arbeit im Ministerium habe sie nie gereizt, so Monique Adam weiter, die auf die Frage, was sie als erstes tun würde, wenn sie Erziehungsministerin wäre, nach langem Nachdenken antwortet: „Mehr Demokratie.

Die Reformen müssten vom 'Terrain' kommen. Den Wasserkopf im Ministerium würde ich abschaffen. Weniger Überbau würde mehr Mittel für die Lehrer bedeuten.“

Adam will nun mehr Zeit für grundsätzliche Gedanken zur Schule nutzen; sie sei sich zeitweise wie der Hamster im Rad vorgekommen.

Der Zeitpunkt zur Demission als Präsidentin sei zudem günstig gewesen, da sie einen kompetenten Nachfolger gefunden habe.

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04/09/2009

Vakanzenheft




En neit Buch vun der FGIL, fir mat de Kanner d'Rentrée ze preparéiren:

D'Vakanzenheft fir den Cycle 3

Op flott an ofwiesslungsräich Art a Weis de Programm vum 3. Cycle, also den
3. a 4. Schouljoer widderhuelen. Vill Spiller, Rätselen an Denksportaufgaben lueden zu
méi an.


Kuckt de Reportage vun RTL dozou (bei 24:10)

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21/12/2006

Schulpolitik auf dem Prüfstand: Interview mit SEW-Präsidentin Monique Adam (Tageblatt)



"Mehr in Ganztagsschulen inverstieren"

Alex Fohl
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14/09/2006

De Magazin ronderëm Schoul-, Jugend- an Erwuessenebildung, J-Pol Roden (Radio 100,7)



De Magazin ronderëm Schoul-, Jugend- an Erwuessenebildung thematiséiert vum J-Pol Roden.
Den éischte Schoulmagasin am neie Schouljoer goufan de Lokalitéite vun der FGIL, der Fédération Générale des Institutrices et Instituteurs du Luxembourg, um Kierchbierg opgeholl. Gronn dofir sinn déi vill pädagogesch Bicher déi d’Schoulpersonal hei fënnt – ma awer och e fuschneit Buch wat am Geschichtsunterrécht agesat ka ginn a wat iwwert d’Liewen vun de Fraen an der Geschicht zielt. A Schoul am Liewen kommen dofir haut d’Schreiwerin vum Buch „Über das Leben der Frauen“ – d’Viviane Goffinet wéi de Responsabelen vum didaktesche Material vun der FGIL, Fernand Weiler, zu Wuert.

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14/09/2006

La première école en journée continue ouvre ses portes à Esch-sur-Alzette (Le Jeudi)



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14/09/2006

Der Kommentar (Tageblatt)



Michèle Sinner


"Kinder an die Macht" sang bereits Herbert Grönemeyer. Ob die. Kinder auch die Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs verbessern wür­den, wenn sie an der Macht wären? .

Der gestern vom "Observatoire de la compétitivité", vorgelegte Bericht lässt daran etwas zweifeln. Zwar gibt Luxemburg bei weitem;. am meisten für die Bildung seiner Schüler aus. Jedoch machen in Luxemburg weniger Schüler ihren Sekundarschulabschluss als im EU-Schnitt, 2003 waren es knapp weniger als 60 Prozent. Auch bei den Hochschulabschlüssen drängen die jungen Luxemburger nicht in die erste Reihe. Laut Wettbewerbs-Beobachtungsstelle hatten, 2002 nur 19 Prozent der 25-34-Jährigen einen solchen Abschluss,der EU-Durchschnitt lag bei 27,74 Prozent. Parallel dazu war zu erfahren; dass 2004 18,1 Prozent der Arbeitslosen in Luxemburg unter 25 Jahre alt waren.

Da stellt sich doch die Frage, inwieweit der Faktor "hohe Bildungsausgaben" auf die hohen Gehälter des Unterrichtspersonals zurückzuführen ist und ob der Unterricht allein durch diesen Umstand an Qualität gewinnt. Den Lehrern sei ihr Gehalt vergönnt, aber die vorgestern veröffentlichte Studie der OECD über das Bildungsniveau in den Mitgliedstaaten deutet nicht unbedingt darauf hin. Gewinnt Lu­xemburg durch besagte Ausgaben an Wettbewerbsfähigkeit? Rein statistisch scheinen. sie sich auf jeden Fall schon mal ausgezahlt zu haben.
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