Revue de presse
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08/03/2011
Seit 25 Jahren vergibt die Lehrergewerkschaft FGIL den „Prix Nic Thoma“ an Personen oder Organismen, welche die öffentliche Schule in der Gesellschaft weiterbringen. Gestern Abend wurde der 20. Preis dieser Art an Monique Adam, langjährige SEW-Präsidentin, überreicht.

Wie FGIL-Präsident Ed Kirsch bei dieser Gelegenheit im Auditorium des Cercle-Cité vor zahlreichen Lehrern betonte, wurde der Preis in dieser Form zum letzten Mal überreicht. Dass der „Prix Nic Thoma“ an eine Gewerkschafterin geht, ist dabei eine Premiere. Kirsch ging in seiner Laudatio auf die Verdienste von Monique Adam für die öffentliche Schule in Luxemburg ein (siehe auch unsere gestrige Ausgabe) und unterstrich, der Preis sei vor allem wegen der Demokratisierungsbestrebungen (Mitbestimmung der Lehrer), der Leistungen um die Ausbildung der Lehrerschaft und die Verbesserung des Bildes des „Schoulmeeschter“ und der „Léierin“ in der Gesellschaft vergeben worden.
Weiter überreichte die FGIL im Rahmen der Preisverteilung ein Subsidium an Vertreter der Niederanvener Schule „am Sand“ für ihr Projekt, bei dem Gelder für Schulen und Lehrer in Ruanda gesammelt werden.
Monique Adam bedankte sich für den Preis und versprach, auch weiterhin gewerkschaftlich aktiv zu bleiben, allerdings nicht mehr an vorderster Front. Sie wolle mehr Zeit zum Nachdenken, zur Reflexion haben.
Das Preisgeld will sie dafür einsetzen, dass die Kinder der Schule am Bahnhof (wo sie unterrichtet) einen Auslandsausflug unternehmen können. r.s.
tageblatt (3.3.2011)
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Prix Nic Thoma
Scheidende SEW-Präsidentin Monique Adam ausgezeichnet
Seit 25 Jahren vergibt die Lehrergewerkschaft FGIL den „Prix Nic Thoma“ an Personen oder Organismen, welche die öffentliche Schule in der Gesellschaft weiterbringen. Gestern Abend wurde der 20. Preis dieser Art an Monique Adam, langjährige SEW-Präsidentin, überreicht.

Wie FGIL-Präsident Ed Kirsch bei dieser Gelegenheit im Auditorium des Cercle-Cité vor zahlreichen Lehrern betonte, wurde der Preis in dieser Form zum letzten Mal überreicht. Dass der „Prix Nic Thoma“ an eine Gewerkschafterin geht, ist dabei eine Premiere. Kirsch ging in seiner Laudatio auf die Verdienste von Monique Adam für die öffentliche Schule in Luxemburg ein (siehe auch unsere gestrige Ausgabe) und unterstrich, der Preis sei vor allem wegen der Demokratisierungsbestrebungen (Mitbestimmung der Lehrer), der Leistungen um die Ausbildung der Lehrerschaft und die Verbesserung des Bildes des „Schoulmeeschter“ und der „Léierin“ in der Gesellschaft vergeben worden.
Weiter überreichte die FGIL im Rahmen der Preisverteilung ein Subsidium an Vertreter der Niederanvener Schule „am Sand“ für ihr Projekt, bei dem Gelder für Schulen und Lehrer in Ruanda gesammelt werden.
Monique Adam bedankte sich für den Preis und versprach, auch weiterhin gewerkschaftlich aktiv zu bleiben, allerdings nicht mehr an vorderster Front. Sie wolle mehr Zeit zum Nachdenken, zur Reflexion haben.
Das Preisgeld will sie dafür einsetzen, dass die Kinder der Schule am Bahnhof (wo sie unterrichtet) einen Auslandsausflug unternehmen können. r.s.
tageblatt (3.3.2011)
- Interview mam Monique Adam:base:news
Tageblatt (2.3.2011)
- Laudatio vum Ed Kirsch:base:news
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08/03/2011
Recht zierlich und mit einem entwaffnenden Lachen gerüstet, vertrat Monique Adam 15 Jahre lang die Interessen ihrer Kollegen (und der Schüler) in der Funktion der SEW-Präsidentin. Sie legte dieses Amt im Vorjahr ab, um mehr Zeit zur Reflexion zu haben und überließ die Position an der Front ihrem Nachfolger Patrick Arendt, ohne sich allerdings ganz von der Gewerkschaftsarbeit zu verabschieden. Heute erhält sie den Nic-Thoma-Preis von ihren Kollegen der FGIL. Ein Porträt.
Robert Schneider

Dass das zierliche Äußere bei Monique Adam nicht mit einem Mangel an Durchsetzungsvermögen einhergeht, wurde beim Gespräch mit der „Léierin“ spätestens klar, als unser Fotograf sie dazu überreden wollte, ihren Namen mit Kreide an eine Tafel der Schule in der hauptstädtischen rue du Commerce zu schreiben. Dieses Fotos sei ihr zu gestellt, sie wolle dies nicht, meinte sie entschieden.
„Mir gi spadséieren“
Früher wäre sie bei solch sonnigem Wetter, wie es gestern vorherrschte, mit ihren Schülern spazieren gegangen, allerdings sei dies kaum mehr möglich, angesichts der zunehmenden Belastung der Lehrer und ihrer Schüler, erzählt sie und fährt fort: Prinzipiell sei es wohl richtig, nach Kompetenzen zu beurteilen. Die jüngste Reform des Primärschulunterrichts, welche die sechs Schuljahre durch drei Zyklen ersetzte, sei dennoch nicht zufrieden stellend. Kompetenzen zu bewerten, die von den Lehrern vermittelt wurden, sei ja noch verständlich.
Die erfahrene Lehrerin, die auch als Präsidentin des Syndikats das praktische Unterrichten nie aufgab, sieht allerdings nicht ein, weshalb das Lehrpersonal darüber hinaus praktisch den ganzen Schüler analysieren muss.
Der Aufwand sei enorm und der Nutzen fraglich.
Sie habe den Eindruck, jedem Schüler solle eine Art Portfolio mit zahlreichen definierten Kompetenzen auf den Berufsweg mitgegeben werden, um der Wirtschaft ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen, und sie wittert hier neoliberale Hintergründe.
Rummelum Bewertung
Der ganze Rummel um diese Evaluation der Schüler nehme viel Zeit in Anspruch, die anders pädagogisch besser genutzt werden könne.
Alles was über die Bewertung der schulisch erforderlichen Sockelkompetenzen hinausgehe, habe einen fraglichen Nutzen, sei zeitintensiv und verstärke den Stress im Erziehungswesen.
Ihre Gewerkschaft trat dabei für die Abschaffung des Punktesystems ein; die aktuelle praktische Umsetzung der Reformgedanken stört die Lehrerschaft allerdings erheblich.
So meint sie auch ohne zu zögern, es sei weitaus angenehmer gewesen, zu Beginn ihrer Laufbahn, also vor etwa 25 Jahren, zu unterrichten als heute. Hier herrsche wohl Konsens unter den Lehrern, so Adam, die unterstreicht, früher habe mehr Zeit zur Verfügung gestanden und die Schüler seien aufnahmefähiger gewesen.
MultimedialeKonkurrenz
Die Kinder haben sich verändert. Die vielen neuen Medien, ob Fernseher, Computer oder Spielkonsolen haben dazu geführt, dass die Aufnahmefähigkeit sich dahingehend verändert hat, dass ständig neue Reize erwartet werden. Es ist schwerer für das Schulpersonal geworden, die Aufmerksamkeit im Unterricht zu bekommen und zu halten. Die Schule spiele heute eine marginalere Rolle im Leben der Kinder.
Als Erfolg des SEW wertet sie rückblickend Ansätze zur Demokratisierung der Schule.
Mitbestimmung und Einmischung der Lehrer in die Schulpolitik sei eine Voraussetzung zur Bildung eines kritischen Geistes auch bei den Kindern. Die „Cogestion“ im Sinne eines René Worré (der in den Siebzigern Modelle zur Zusammenarbeit umsetzte) sei in der Schulreform berücksichtigt worden, auch wenn die praktische Umsetzung Probleme macht.
Ein weiterer Erfolg ist für Adam die Anerkennung der Lehrer als Akademiker und die Zuordnung zur „Carrière supérieure“ (seit 2009).
Richtig erschrocken sei sie in dem Zusammenhang über die Reaktion verschiedener Teile der Bevölkerung gewesen, die auf berechtigte Lohnforderungen des Unterrichtspersonals mit starkem Neid reagiert habe. Das Image der Lehrerschaft sei in den letzten Jahren denn nicht unbedingt besser geworden, so Adam, die unberechtigten Neid als eine der Ursachen hierfür sieht.
Wasserkopfabschaffen
Parteipolitische Arbeit, bzw. der Wechsel der Front und eine Arbeit im Ministerium habe sie nie gereizt, so Monique Adam weiter, die auf die Frage, was sie als erstes tun würde, wenn sie Erziehungsministerin wäre, nach langem Nachdenken antwortet: „Mehr Demokratie.
Die Reformen müssten vom 'Terrain' kommen. Den Wasserkopf im Ministerium würde ich abschaffen. Weniger Überbau würde mehr Mittel für die Lehrer bedeuten.“
Adam will nun mehr Zeit für grundsätzliche Gedanken zur Schule nutzen; sie sei sich zeitweise wie der Hamster im Rad vorgekommen.
Der Zeitpunkt zur Demission als Präsidentin sei zudem günstig gewesen, da sie einen kompetenten Nachfolger gefunden habe.
Monique Adam erhält heute den Nic-Thoma-Preis der FGIL (tTageblatt 2.3.2011)
Die sanfte Gewerkschafterin
Recht zierlich und mit einem entwaffnenden Lachen gerüstet, vertrat Monique Adam 15 Jahre lang die Interessen ihrer Kollegen (und der Schüler) in der Funktion der SEW-Präsidentin. Sie legte dieses Amt im Vorjahr ab, um mehr Zeit zur Reflexion zu haben und überließ die Position an der Front ihrem Nachfolger Patrick Arendt, ohne sich allerdings ganz von der Gewerkschaftsarbeit zu verabschieden. Heute erhält sie den Nic-Thoma-Preis von ihren Kollegen der FGIL. Ein Porträt.
Robert Schneider

Dass das zierliche Äußere bei Monique Adam nicht mit einem Mangel an Durchsetzungsvermögen einhergeht, wurde beim Gespräch mit der „Léierin“ spätestens klar, als unser Fotograf sie dazu überreden wollte, ihren Namen mit Kreide an eine Tafel der Schule in der hauptstädtischen rue du Commerce zu schreiben. Dieses Fotos sei ihr zu gestellt, sie wolle dies nicht, meinte sie entschieden.
„Mir gi spadséieren“
Früher wäre sie bei solch sonnigem Wetter, wie es gestern vorherrschte, mit ihren Schülern spazieren gegangen, allerdings sei dies kaum mehr möglich, angesichts der zunehmenden Belastung der Lehrer und ihrer Schüler, erzählt sie und fährt fort: Prinzipiell sei es wohl richtig, nach Kompetenzen zu beurteilen. Die jüngste Reform des Primärschulunterrichts, welche die sechs Schuljahre durch drei Zyklen ersetzte, sei dennoch nicht zufrieden stellend. Kompetenzen zu bewerten, die von den Lehrern vermittelt wurden, sei ja noch verständlich.
Die erfahrene Lehrerin, die auch als Präsidentin des Syndikats das praktische Unterrichten nie aufgab, sieht allerdings nicht ein, weshalb das Lehrpersonal darüber hinaus praktisch den ganzen Schüler analysieren muss.
Der Aufwand sei enorm und der Nutzen fraglich.
Sie habe den Eindruck, jedem Schüler solle eine Art Portfolio mit zahlreichen definierten Kompetenzen auf den Berufsweg mitgegeben werden, um der Wirtschaft ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen, und sie wittert hier neoliberale Hintergründe.
Rummelum Bewertung
Der ganze Rummel um diese Evaluation der Schüler nehme viel Zeit in Anspruch, die anders pädagogisch besser genutzt werden könne.
Alles was über die Bewertung der schulisch erforderlichen Sockelkompetenzen hinausgehe, habe einen fraglichen Nutzen, sei zeitintensiv und verstärke den Stress im Erziehungswesen.
Ihre Gewerkschaft trat dabei für die Abschaffung des Punktesystems ein; die aktuelle praktische Umsetzung der Reformgedanken stört die Lehrerschaft allerdings erheblich.
So meint sie auch ohne zu zögern, es sei weitaus angenehmer gewesen, zu Beginn ihrer Laufbahn, also vor etwa 25 Jahren, zu unterrichten als heute. Hier herrsche wohl Konsens unter den Lehrern, so Adam, die unterstreicht, früher habe mehr Zeit zur Verfügung gestanden und die Schüler seien aufnahmefähiger gewesen.
MultimedialeKonkurrenz
Die Kinder haben sich verändert. Die vielen neuen Medien, ob Fernseher, Computer oder Spielkonsolen haben dazu geführt, dass die Aufnahmefähigkeit sich dahingehend verändert hat, dass ständig neue Reize erwartet werden. Es ist schwerer für das Schulpersonal geworden, die Aufmerksamkeit im Unterricht zu bekommen und zu halten. Die Schule spiele heute eine marginalere Rolle im Leben der Kinder.
Als Erfolg des SEW wertet sie rückblickend Ansätze zur Demokratisierung der Schule.
Mitbestimmung und Einmischung der Lehrer in die Schulpolitik sei eine Voraussetzung zur Bildung eines kritischen Geistes auch bei den Kindern. Die „Cogestion“ im Sinne eines René Worré (der in den Siebzigern Modelle zur Zusammenarbeit umsetzte) sei in der Schulreform berücksichtigt worden, auch wenn die praktische Umsetzung Probleme macht.
Ein weiterer Erfolg ist für Adam die Anerkennung der Lehrer als Akademiker und die Zuordnung zur „Carrière supérieure“ (seit 2009).
Richtig erschrocken sei sie in dem Zusammenhang über die Reaktion verschiedener Teile der Bevölkerung gewesen, die auf berechtigte Lohnforderungen des Unterrichtspersonals mit starkem Neid reagiert habe. Das Image der Lehrerschaft sei in den letzten Jahren denn nicht unbedingt besser geworden, so Adam, die unberechtigten Neid als eine der Ursachen hierfür sieht.
Wasserkopfabschaffen
Parteipolitische Arbeit, bzw. der Wechsel der Front und eine Arbeit im Ministerium habe sie nie gereizt, so Monique Adam weiter, die auf die Frage, was sie als erstes tun würde, wenn sie Erziehungsministerin wäre, nach langem Nachdenken antwortet: „Mehr Demokratie.
Die Reformen müssten vom 'Terrain' kommen. Den Wasserkopf im Ministerium würde ich abschaffen. Weniger Überbau würde mehr Mittel für die Lehrer bedeuten.“
Adam will nun mehr Zeit für grundsätzliche Gedanken zur Schule nutzen; sie sei sich zeitweise wie der Hamster im Rad vorgekommen.
Der Zeitpunkt zur Demission als Präsidentin sei zudem günstig gewesen, da sie einen kompetenten Nachfolger gefunden habe.
04/09/2009
Vakanzenheft
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En neit Buch vun der FGIL, fir mat de Kanner d'Rentrée ze preparéiren: Op flott an ofwiesslungsräich Art a Weis de Programm vum 3. Cycle, also den 3. a 4. Schouljoer widderhuelen. Vill Spiller, Rätselen an Denksportaufgaben lueden zu méi an. Kuckt de Reportage vun RTL dozou (bei 24:10) Ze bestellen online am FGILshop |
21/12/2006
Schulpolitik auf dem Prüfstand: Interview mit SEW-Präsidentin Monique Adam (Tageblatt)
"Mehr in Ganztagsschulen inverstieren"
Alex Fohl
Alex Fohl
14/09/2006
De Magazin ronderëm Schoul-, Jugend- an Erwuessenebildung, J-Pol Roden (Radio 100,7)
De Magazin ronderëm Schoul-, Jugend- an Erwuessenebildung thematiséiert vum J-Pol Roden.
Den éischte Schoulmagasin am neie Schouljoer goufan de Lokalitéite vun der FGIL, der Fédération Générale des Institutrices et Instituteurs du Luxembourg, um Kierchbierg opgeholl. Gronn dofir sinn déi vill pädagogesch Bicher déi d’Schoulpersonal hei fënnt – ma awer och e fuschneit Buch wat am Geschichtsunterrécht agesat ka ginn a wat iwwert d’Liewen vun de Fraen an der Geschicht zielt. A Schoul am Liewen kommen dofir haut d’Schreiwerin vum Buch „Über das Leben der Frauen“ – d’Viviane Goffinet wéi de Responsabelen vum didaktesche Material vun der FGIL, Fernand Weiler, zu Wuert.
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Den éischte Schoulmagasin am neie Schouljoer goufan de Lokalitéite vun der FGIL, der Fédération Générale des Institutrices et Instituteurs du Luxembourg, um Kierchbierg opgeholl. Gronn dofir sinn déi vill pädagogesch Bicher déi d’Schoulpersonal hei fënnt – ma awer och e fuschneit Buch wat am Geschichtsunterrécht agesat ka ginn a wat iwwert d’Liewen vun de Fraen an der Geschicht zielt. A Schoul am Liewen kommen dofir haut d’Schreiwerin vum Buch „Über das Leben der Frauen“ – d’Viviane Goffinet wéi de Responsabelen vum didaktesche Material vun der FGIL, Fernand Weiler, zu Wuert.
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14/09/2006

