Pressemitteilung der Redaktion von "Ons Stad": Luxemburger Schule im Wandel (ons stad Nummer 105 erschienen )

07/05/2014

Luxemburger Schule im Wandel


ons stad Nummer 105 erschienen



Zu viele Reformen, sagen die einen. Zu wenige, behaupten die anderen. Die soeben erschienene ons stad-Nummer 105 versucht, in zahlreichen Reportagen und Dokumentationen einen Überblick über die Meilensteine und wichtigsten Änderungen des Luxemburger Schulsystems in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu vermitteln. Kompliziert sind all diese „Zyklen und Modul“ schon, und viele Eltern blicken überhaupt nicht mehr durch.
Gefragt wurden auch die Schüler, zum Beispiel aus dem Lycée Michel Rodange. „Natürlich wäre es schön, wenn man wüsste, dass man nach dem Lyzeum sicher einen Job bekommt. Aber wie will man das anstellen?“ fragt Joey. „Das Risiko besteht, dass man nicht mehr das machen kann, was man will“ ergänzt ihn Yasha. Für ihn und seine Schulkameraden ist die Zukunft eher ungewiss. Ayora erklärt: „Heute Morgen waren Leute vom Cedies in der Schule, um uns über unsere Möglichkeiten nach der Première aufzuklären. Auf die Frage, was man denn studieren müsste, um nachher einen Arbeitsplatz zu kriegen, hatten sie keine Antwort.“ Joey wird noch konkreter: „Uns wurde gesagt, auch die besten Wirtschaftsexperten könnten noch nicht voraussagen, wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt in zehn Jahren wäre.“ Yasha sagt: „Man sagt uns dauernd, die Lage sei schwierig.“ – „Uns wird jetzt schon Angst gemacht“ fügt Ayora hinzu. „Ich habe schon ein wenig Angst“ meint auch Joey. „Davor, zu studieren, Geld dafür auszugeben, Schulden machen zu müssen, und dann doch keine Arbeit zu finden.“ Auch die Anderen pflichten ihm bei. Konkrete Berufspläne hat keiner der Schüler. „Es ist schwierig, Pläne zu schmieden, wenn man nicht weiß, wie die Zukunft aussieht.“
Die ons stad-Autoren Evamarie Bange, Luc Caregari, René Clesse, Ben Fayot, Henri Fischbach, Christiane Grün, Roland Harsch, Nico Helminger, Raymond Klein, Ines Kurschat, Anne Schmitt, Robert L. Philippart, Raymond Schaack, Michèle Thoma und Christiane Walerich haben in diesem Dossier – mal historisch, mal journalistisch, mal feuilletonistisch, mal satirisch – die lange Geschichte der verschiedenen Luxemburger Schultypen ausgiebig beleuchtet, und in zahlreichen Reportagen wird die tagtägliche pädagogische Arbeit „am lebenden Objekt“ beschrieben, sei es im konventionellen Lycée classique, im Neie Lycée, in der Ecole de la 2e chance, in der Grundschule oder im Régime préparatoire.
Natürlich fehlen auch nicht die gewohnten Rubriken, wie etwa die Infos aus der Cité-Bibliothek und dem Cercle-Cité, die Theaterkolumne von Simone Beck, das Künstlerporträt von Nathalie Becker – diesmal wird die Malerin Patricia Lippert vorgestellt – oder die Serie über die Bedeutung der hauptstädtischen Straßennamen von Fanny Beck. Zudem liefert Steve Hoegener ein sympathisches Feuilleton über die hauptstädtische Cinémathèque.
ons stad wurde wie immer kostenlos an sämtliche Haushalte der Stadt verteilt. Wer das Magazin nicht erhält, sollte sich an den zuständigen Briefträger wenden.
Zudem liegt die Zeitschrift auch im Bierger-Center aus sowie in der Rezeption des Stadthauses auf dem Knuedler (geöffnet von 8.00-12.00 und von 13.30-18.00 Uhr). Seit einiger Zeit ist auch eine Volltext-Recherche im Internet möglich: onsstad.vdl.lu