FGIL : Präsenz der Gesellschaft Omega 90 in der öffentlichen Schule unerwünscht
06. Janvier 2011Einem in der Wochenzeitung d’Lëtzebuerger Land veröffentlichten Artikel zufolge, sind die Verantwortlichen von Omega 90 mit dem Vorschlag an das Unterrichtsministerium herangetreten, die Schüler der Grundschule im 3. Zyklus über Sterben, Tod und Trauer aufzuklären. Mitarbeiter von Omega 90, unter Mitwirkung des Lehrpersonals, würden diese Initiative vorerst als Pilotprojekt an einzelnen Schulen ausprobieren.
Die FGIL sieht keine prinzipiellen Vorbehalte, das Thema Sterben Tod und Trauer als Unterrichtsinhalt in der Schule zu behandeln und weist daraufhin, dass dies zumindest für die in der Moral- und Sozialerziehung eingeschriebenen Schülerinnen und Schüler bereits seit Jahren der Fall ist. In diesem Zusammenhang wiederholt die FGIL die Forderung nach einem einheitlichen Moral- und Sozialunterricht als Regelfach für alle Schüler an unsern öffentlichen Schulen.
Ohne die sonstigen Verdienste der Vereinigung Omega 90 in Abrede zu stellen, kann die FGIL sich jedoch nicht vorstellen, dass deren Mitarbeiter beim Behandeln dieses Unterrichtsinhaltes an den öffentlichen Schulen mitwirken. Die rezenten Debatten rund um das neue luxemburgische Euthanasiegesetz haben nämlich aufgezeigt, dass an der Spitze von Omega 90 gleich mehrere Vorstandsmitglieder stehen, die vehement gegen das Gesetz mobilisiert hatten.
Um eine drohende Ideologisierung des Themas zu verhindern, spricht die FGIL sich dafür aus, beim Behandeln dieses Unterrichtsstoffes ausschließlich auf qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer aus den am Projekt teilnehmenden Schulen zurückzugreifen.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass den Schülern in aller Objektivität und Neutralität der Inhalt der beiden von der Abgeordnetenkammer am 16. März 2009 gestimmten Gesetze erklärt wird.
